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Ernährung

Life Hack für den Darm: Ballaststoffe selber herstellen

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Das Wichtigste in Kürze


Ballaststoffe sind die Superhelden für unsere Verdauung und machen lange satt. Wussten Sie, dass Sie den Ballaststoffgehalt von ganz normalen Lebensmitteln wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis mit einem einfachen Trick erhöhen können?

Das Zauberwort heißt "Resistente Stärke". Sie entsteht, wenn diese stärkehaltigen Lebensmittel nach dem Kochen abkühlen. Diese veränderte Stärke kann der Körper nicht mehr wie normale Kohlenhydrate im Dünndarm verdauen, sie verhält sich dann wie ein Ballaststoff.

Sie wandert weiter in den Dickdarm, wo sie den guten Darmbakterien als wertvolles Futter dient. Das bedeutet: Sie tun Ihrem Darm etwas Gutes und nehmen sogar etwas weniger Kalorien aus der gleichen Mahlzeit auf.

So funktioniert der Abkühl-Trick


Normalerweise werden die Kohlenhydrate aus Kartoffeln, Reis oder Nudeln im Dünndarm schnell in Zucker zerlegt und ins Blut aufgenommen. Das liefert Energie.




Die Chemie dahinter


Wenn Sie diese Lebensmittel kochen und anschließend abkühlen lassen (am besten über Nacht im Kühlschrank), verändert sich die chemische Struktur eines Teils der Stärke. Sie kristallisiert aus. Dieser Vorgang nennt sich Retrogradation.


Diese neue Struktur ist "resistent" gegen unsere Verdauungsenzyme. Sie verhält sich nun wie ein Ballaststoff:


  • Futter für die Darmflora: Im Dickdarm wird die resistente Stärke von nützlichen Bakterien fermentiert. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren, die die Darmschleimhaut pflegen und entzündungshemmend wirken können.
  • Weniger Kalorien & stabilerer Blutzucker: Da ein Teil der Stärke nicht zu Zucker abgebaut wird, liefert das Lebensmittel etwas weniger Energie und der Blutzuckeranstieg nach der Mahlzeit fällt geringer aus.




Praktische Umsetzung


  • Der tolle Nebeneffekt bleibt auch erhalten, wenn Sie die Lebensmittel wieder aufwärmen.
  • Planen Sie Mahlzeiten vor ("Meal Prep") und kochen Sie Reis oder Nudeln am Vortag.
  • Genießen Sie Kartoffel- oder Nudelsalat.
  • Braten Sie den Reis vom Vortag für eine Gemüsepfanne an.